Der Reithelm

Inhalt des Beitrages – Reithelm

Ob beim Fahrradfahren oder eben beim Reiten – es sollte immer ein Helm getragen werden. Spricht man Reiter auf das Thema Reithelm an, hört man die verschiedensten Meinungen. Die einen reiten immer mit, die anderen wiederum immer ohne. Fragt man nach den Gründen, hört man die (un)möglichsten Dinge.

Fakt ist, dass Reiten ein gefährliches Hobby ist. Ein Pferd, so lieb und verlässlich es auch sein mag, kann sich als Fluchttier in jeder Situation erschrecken, bocken und seinen Reiter abwerfen. Ein Reithelm schützt nicht nur vor schweren Verletzungen, sondern kann tatsächlich Leben retten.

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Ein Reithelm ist für den Schutz des Reiters unerlässlich. Findet Ihr als Reiter ihn wichtig oder macht es eher eure Frisur kaputt. My Awesome Horse findet den Reithelm beim reiten so wichtig, wie das Futter für das Pferd.

Fast alle Reithelme haben eine Einpassung (Innenhelm), die aus Polysterol gefertigt ist. Dieser styroporähnliche Schaum ist aus hochwertigem Material und sorgt dafür, dass Stöße gegen den Kopf optimal absorbiert werden. Helme gibt es von diversen Herstellern in den unterschiedlichsten Preisklassen. Natürlich gibt es Highlights mit Straß oder anderen funkelnden Einfassungen. Dies ist aber nur Verzierung und dient nicht dem Schutz. Und eines ist unbestreitbar – selbst der günstigste Reithelm ist um Weiten besser als überhaupt kein Helm.

Mindestvoraussetzungen an einen Reithelm

EN-Zeichen: Ein guter und sicherer Reithelm sollte zunächst mit dem EN-Zeichen ausgezeichnet sein. Die Europäische Norm garantiert, dass der Helm Bruch- und Splittersicher ist.

Dreipunktsicherung: Weiter sollte der Helm mit mindestens Dreipunktsicherung ausgestattet sein. Diese Sicherung verläuft, wie der Name schon verrät, in drei Punkten bis unter das Kinn und bietet dem Helm dadurch Rutschsicherheit. Diese ist wichtig, damit der Helm optimal schützen kann und während des Reitens oder Fallens in der richtigen Position bleibt. Mehr Tragekomfort bietet die Vierpunktsicherung, die sich noch besser der Kopfform des Reiters anpasst.

Schutzhülle: Sinnvoll ist es, den Helm in einer Schutzhülle aufzubewahren. Diese hält Feuchtigkeit und Dreck ab. Das ist wichtig, damit die Oberfläche des Helms nicht angegriffen und dadurch geschwächt wird. Auch Lösungsmittel, beispielsweise an der Rückseite von Stickern, können das Material des Helms angreifen, weswegen auf das Bekleben von Helmen verzichtet werden sollte.

Haltbarkeit: Jeder Sturz strapaziert den Helm und sein Material. Damit die gewünschte Sicherheit zuverlässig gewährleistet werden kann, sollte der Helm nach jedem Sturz  ausgetauscht werden. Denn die Mikrorisse, die im Inneren entstehen, schwächen die Substanz des Materials und können dazu führen, dass der Helm beim nächsten heftigen Sturz bricht.

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Was ist euer Lieblings Reithelm? Habt Ihr eine bestimmte Marke oder ein bestimmtes Modell was euch gefällt? My Awesome Horse findet einen Reithelm besonders wichtig.

Verschiedene Modelle

Im Groben können Reithelme in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Reithelme mit einer Kappe und Samtüberzug
  • Fiberglas Reithelme
  • Military Reitsport Reithelme

Samtüberzug: Der Samtüberzug ist oft in der Dressurreiterszene anzutreffen. Dieser Überzug ist zwar schwierig in der Pflege, weil sich Schmutz nur erschwert entfernen lässt, dafür sieht dieser Helm aber deutlich wertiger und edler aus. Auch beim Springreiten ist er zu sehen. Um den Komfort zu erhöhen, haben einige Modelle eingebaute Belüftungen. Diese sorgen dafür, dass die entstehende Hitze entweichen und so der Kopf kühl bleiben kann.

Fiberglas: Aus Fiberglas gefertigte Reithelme sind äußerst robust und glatt. Sie sind nicht aufwendig zu pflegen und lassen sich schnell und unkompliziert reinigen. Auch hier gibt es Belüftungen die dem Reiter einen kühlen Kopf bewahren lassen. Beim Fiberglashelm sind auch deutlich mehr Farbvarianten erhältlich als bei dem Modell mit Samtüberzug.

Military: Komplett glatt sind die Reithelme beim Millitary- oder Vielseitigkeitsreiten. Wer bei einem Event dieser Art zugeschaut hat, kann erahnen, was ein Helm aushalten muss. In schwierigem Gelände kommt man in diverse Gefährdungssituationen und wird mächtig schmutzig. Aus diesem Grunde sind die Reithelme hierfür glatt und haben in der Regel keinen Schirm.

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Hersteller

  • Casco
  • Uvex
  • GPA
  • HV POLO
  • Pikeur
  • Goldhorse
  • Covalliero
  • Lami Cell
  • Charles Owen
  • KASK
  • KEP
  • KED
  • Krämer
  • Samshield
  • Waldhausen

Alle Hersteller bieten einen Mindestschutz, einige sind nicht nur im Reitsportgeschäft tätig. Die Firma Uvex ist schon aus anderen Sportarten bekannt, in denen Helme getragen werden: ob Motorrad, Ski und Fahrrad. Bei so einer Auswahl und dem dazugehörigen Knowhow kann man davon ausgehen einen recht hochwertigen und sicheren Reithelm zu erwerben. Uvex-Reithelme bewegen sich in einer Preisspanne von  99,- € bis 449,- €.

Casco ist weiterer Hersteller, der viele Designs und Verzierungen anbietet. Hier liegt die Preisspanne bei 99,- € bis hin zu 300,- €.

Bei HV Polo begegnet einem eine kleinere Auswahl, die bei um die 100,- € aber etwas günstiger ausfällt, die man allerdings durchaus in einen Reithelm investieren sollte. Will man möglichst günstig anfangen und legt nicht so viel Wert auf das Design, kann man bereits für 50,- € bei dieser Marke fündig werden.

Mit Sicherheit bieten diese Reithelme einen Schutz nach europäischer Norm. Hierzu zählt auch Covalliero. Diese Reithelme liegen im gleichen Preissegment. Charles Owen ist der Hersteller, wenn es um Samthelme geht. Der Klassiker mit Ledergurtung und liegt bei etwa 100€ bis 380 €.

Zubehör für Reithelme

Wie bei fast allem im Reitsport, gibt es auch für Reithelme das ein oder andere. Ein Ohrenschutz ist sichtlich keine schlechte Investition, wenn man auch an eisigkalten Wintertagen unterwegs ist. Diese werden einfach in die Gurtung mit eingearbeitet und schützen die Ohren vor kaltem Wind. Weiterhin gibt es noch Helmlampen. In den Herbst- und Wintermonaten wird es sehr früh und vor allem schnell dunkel. Wenn man berufstätig ist und abends nochmal schnell eine Runde ausreiten will, ist eine gute Sichtbarkeit besonders wichtig. Helmlampen sorgen für den richtigen Durchblick!